Häufig gestellte Fragen

Was sind Generica?
Generica sind wirkstoffgleiche Arzneimittel, die nach Ablauf des Patentschutzes von Arzneimittelherstellern auf den Markt gebracht werden. Dabei müssen Generica dieselben Qualitätskriterien und Sicherheitsprofile erfüllen wie die Ursprungsmedikamente. Strenge Prüfungen entsprechend internationalen Richtlinien belegen die gleiche Qualität, Sicherheit und Bioverfügbarkeit des jeweiligen Genericums.

Wie häufig werden Generica verschrieben?
In Österreich beträgt der Anteil an Generica am genericafähigen Markt über 40 Prozent. Damit wird jener Markt bezeichnet, in dem es zu einem Ursprungsmedikament ein entsprechendes Genericum gibt.
In Österreich werden jährlich mehr als 8 Millionen Packungen Arzneimittel von Genericon durch Ärztinnen und Ärzte verordnet.

Warum sind Generica günstiger?
Im Gegensatz zu sogenannten Ursprungsarzneimitteln ist die Entwicklung eines Genericums deutlich schneller und kostengünstiger, da die Grundlagenforschung über den bereits bestens bewährten Wirkstoff entfällt. Durch diesen Umstand können Generica zu deutlich günstigeren Preisen angeboten werden.

Sind Generica gleich gut wirksam wie die Ursprungsarzneimittel?
Nachdem Generica den gleichen Wirkstoff wie das Ursprungsarzneimittel enthalten und die gleiche Wirksamkeit durch Bioäquivalenzstudien belegt wurde, verhält sich das Genericum im Körper gleich wie das Ursprungsarzneimittel. Diese Gleichheit gilt sowohl für die Wirksamkeit als auch für die Sicherheit.

Was ist eine Bioäquivalenzstudie?
Eine Bioäquivalenzstudie ist eine vergleichende Bioverfügbarkeitsstudie. Die Bioverfügbarkeit ist das Ausmaß und die Geschwindigkeit der Wirkstoffresorption aus einer Arzneiform in den Kreislauf und damit die Verfügbarkeit des Wirkstoffes am Wirkort. Mit diesem international anerkannten Verfahren wird nachgewiesen, ob Bioäquivalenz zwischen einem Genericum und dem Ursprungsarzneimittel besteht.

Kann es Unterschiede in der Zusammensetzung geben?
Unterschiede in der Zusammensetzung zwischen einem Genericum und dem Ursprungsarzneimittel sind lediglich bei den Hilfsstoffen (Füllstoffe, Farben etc.) nicht jedoch bei den Wirkstoffen gestattet. So kann zum Beispiel Maisstärke als Hilfsstoff anstelle von Laktose verwendet werden. Diese Unterschiede dürfen aber nachweislich keinen Einfluss auf die therapeutische Wirkung oder auf das Verhalten des Arzneimittels im Körper haben.

Warum bekomme ich von meiner Ärztin/meinem Arzt ein Produkt von Genericon verschrieben?
Ärztinnen und Ärzte verschreiben Genericon aus unterschiedlichen Motiven. Oftmals werden Arzneimittel von Genericon in einer größeren Packungsgröße angeboten als die Ursprungsarzneimittel. Somit entsteht für Patienten ein Einspareffekt bei der zu entrichtenden Rezeptgebühr. Zudem wird in speziellen Indikationen die Verordnung wesentlich vereinfacht. Dadurch werden mehr Patienten mit einem über Jahre bestens bewährten Arzneimittel mit nachgewiesener Bioäquivalenzgalenik behandelt. Dies ermöglicht den Ärztinnen und Ärzten einen sorgsamen Umgang mit den Beiträgen der Versicherten und wirkt sich außerdem entscheidend in einer Erhöhung der Versorgungsqualität aus.

Wie erkenne ich ein Genericum von Genericon?
Generica von Genericon lassen sich leicht durch die binäre Nomenklatur erkennen. Hierbei werden der Wirkstoff und der Firmenname „Genericon“ als Bezeichnung angegeben. Zum Beispiel „Ambroxol Genericon“ lösliche Tabletten: „Ambroxol“ bezeichnet den Wirkstoff und „Genericon“ ist der Firmenname.
Das entscheidende Merkmal von Qualitätsarzneimittel von Genericon ist der Delfin auf der Packung. Der Delfin mit seinem hohen Wiedererkennungswert steht für Sympathie, Qualität, Vertrauen und Sicherheit.